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Impressionen vom CaPHANDY-Forum vom 15.11. bis 16.11.2017 / Kempten

23 Nov 2017

 

 

 

 Fotos: Ralf Egner / AK Süd

 

 

„Ganz nah dran und mittendrin“ Inklusion von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz.

 

Das Forum fand dieses Mal in Kempten im „Allgäu Art Hotel“ statt, einem Hotel der besonderen Art. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Das Hotel ist barrierefrei und hat spezielle Angebote für Gäste mit und ohne Behinderung. Der Inklusionsgedanke wird in jeder Form gelebt. Bei einer Führung durch das Haus konnten sich die Forumsteilnehmer selbst davon überzeugen. Alle waren sehr beeindruckt vom Konzept, den Wellnessangeboten und der räumlichen Gestaltung, welches alles in allem einen hohen Wohlfühleffekt vermittelt. Ein ganz spezielles Angebot sind die Doppelsitzer E-Bikes und ein E-Bike bei dem frontal ein Rollstuhl angekoppelt werden kann. Somit können Paare oder Familien gemeinsame Ausflüge mit bewegungsbehinderten Familienangehörigen unternehmen.

Eine Exkursion führte die Teilnehmer des Forums nach Dornbirn (Vorarlberg / Österreich) zu dem Projekt IFS Spagat. Ziel dieses Projektes ist es Menschen mit Behinderung, teils auch mit erheblichem Handicap auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu beschäftigten. „Wer will, der kann“ ist ein passender Leitspruch des IFS Spagat. Derzeit sind über 300 Teilnehmer in der Region Vorarlberg in ganz unterschiedlichen Branchen tätig. Bei einer Präsentation gab es Informationen über die Rahmenbedingungen und den Projektverlauf.

Kernpunkte des Projektes sind:

  • Arbeitsverhältnis mit Dienstvertrag

  • Leistungsbezogene Finanzierung des Arbeitsplatzes durch das Land Vorarlberg

  • Keine Konkurrenz für andere Arbeitsplätze

  • Schaffung von maßgeschneiderten integrativen Arbeitsplätzen

  • Installation einer betrieblichen Ansprechperson (Mentor)

Beim anschließenden Besuch in einem Seniorenpflegeheim und einem Supermarkt durften wir vor Ort Einblick in den Arbeitsalltag von 2 Projektteilnehmern nehmen. Mit großer Begeisterung, Freude und ein wenig aufgeregt erzählten beide über ihre Aufgaben und zeigten mit Stolz ihren Arbeitsplatz. Die jeweiligen Mentoren bescheinigten, dass die Mitarbeiter mit Behinderung ein großer Zugewinn für Ihre Firmen sind.

 

Ein ganz anderes Beispiel wie Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten können, zeigte der nächste Besuch beim Arbeitsintegrationsprojekt (AIP) der Liebenau Teilhabe gGmbH in Wangen / Schauwies. Rund 80 Menschen mit Behinderung arbeiten hier in den Bereichen Lager, Montage, Kommissionierung und Verpackung. Ergänzend arbeiten Mitarbeiter einer Kundenfirma innerhalb des Projektes mit den Beschäftigten der WfbM direkt vor Ort zusammen.

Mit der Produktion gekoppelt ist ein modernes Hochregallager. Es bietet auf einer Lagerfläche von 1700 Quadratmetern auf fünf Ebenen Platz für 2000 Europaletten.

Darüber hinaus werden hier Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung im Rahmen eines Berufsbildungswerkes im Metallbereich angeboten.

 

Letzter Programmpunkt des Forums war am Donnerstagvormittag ein Vortrag über die „Integra Mensch“ der Unterallgäuer Werkstätten Memmingen (UAW). Die Leiterin von Integra Mensch Frau Marie-Luise-Breitfeld gab Einblick, wie das Konzept der Sozialraumorientierung des „Bamberger Modells“ in der Region Unterallgäu seit dem Jahr 2012 umgesetzt wird und welche Erfahrungen dabei gemacht wurden. Derzeit sind 48 Menschen aus den UAW in unterschiedlichen Branchen und Firmen eingebunden. Bemerkenswert dabei ist, dass bei mehr als der Hälfte der Personen eine psychische Beeinträchtigung vorliegt.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Firmen und Einrichtungen, dass wir hautnah diese gelungenen Praxisbeispiele erleben durften und somit einen lebendigen Eindruck über deren Arbeit erhalten konnten.

 

Erich Pehmer

Sprecher CaPHANDY / AK Süd

 

 

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